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Kunst

Die Kunst vermittelt Unaussprechliches.

Die Förderung der Kunstform der Eurythmie in der Öffentlichkeit und in Schulen wird durch die in den Eurythmiefonds gespendeten Gelder möglich. Gefördert werden Eurythmie-aufführungen und Projekte der Schuleurythmie sowie die Aus- und Weiterbildung.

HERMES-Österreich unterstützt aus dem Studienfonds künstlerische Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen Musik, Schauspiel, Eurythmie, Sprachgestaltung, Bildhauerei, und Werklehrer durch Studiendarlehen.
Ausbildungsstätten erhalten Zuwendungen für besondere Projekte oder für Bauvorhaben.

Odeion

Die Goetheanistische Baukunst wird je nach Bedarf durch Zuwendungen aus den vorhandenen Mitteln gefördert.

Projekte der sozialen Kunst in der Zusammenarbeit von Menschen erhalten je nach Bedarf Vorschüsse aus dem Fonds für Initiativen oder Studiendarlehen z.B. für die Ausbildung in Social Banking.

Der Fonds für Musikinstrumente ermöglicht es HERMES-Österreich je nach den vorhandenen Mitteln, jungen in Österreich lebenden Künstlern in der Ausbildung Musikinstrumente kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sie können nach ihren Möglichkeiten Zahlungen in den Fonds leisten, bis sie das Instrument erwerben können.
Durch Schenkungen und Zuwendungen wird der Fonds erweitert, sodass immer wieder Studierende die Möglichkeit haben, ein Instrument zu bekommen.

Ein internationales Musikprojekt:
Orpheus und Eurydike
von Christoph Willibald Gluck

Das Motiv
Die Begegnung verschiedener Kulturen ist heute eine Zeitforderung. Durch gemeinsames Tun wird diese Begegnung intensiviert. Jede künstlerische Betätigung,
insbesondere die Musik als international verständliche Sprache fördert das gegenseitige
Kennen- und Verstehen lernen, das im Jugendalter besonders wichtig ist, da dieses durch das ganze weitere Leben wirksam ist.

Die Kunst
Die Oper „Orpheus und Eurydike“ ist ein Meilenstein in der abendländischen Musikkultur;
ihr Inhalt stammt aus der griechischen Mythologie – die Musik war wegweisend. In dieser
Oper spielt der Chor eine entscheidende Rolle, sodass sich alle Schülerinnen und Schüler
beteiligen können. Bei der Darstellung der „Furien“ und der „seligen Geister“ kommt die
neue Bewegungskunst, die Eurythmie, besonders zur Geltung. Sie kommt dem Bedürfnis
der Schülerinnen und Schüler, sich zur Musik zu bewegen, sehr entgegen.

Die Projektidee
Die Rudolf Steiner Landschule Schönau hatte schon im Vorjahr sehr erfolgreich mit
Friederike Hansen, Musiklehrerin i.R. der Rudolf Steiner Schule Hamburg-Nienstedten, in
einem kleineren Musikprojekt für die Oberstufe zusammengearbeitet. Im Gespräch über
Möglichkeiten einer weiteren Zusammenarbeit entstand die Idee für dieses große
internationale Musikprojekt. Ein interkulturelles Projekt sollte nun auch wirklich sehr
verschiedene Kulturen vernetzen. Da unsere Schule sich schon seit Jahren für die
großartige SEKEM-Initiative des alternativen Nobelpreisträgers Dr. Ibrahim Abouleish
engagiert, lag die Zusammenarbeit mit Ägypten auf der Hand. Zur westeuropäischen und
arabischen Kultur sollte sich nun auch eine osteuropäische Kultur gesellen. Da Frau
Hansen bereits gute Kontakte mit der Freien Waldorfschule Tiflis in Georgien hatte, war
mit dieser nun der kongeniale Partner gefunden. Orient und Okzident – vier Länder - drei
Sprachen - drei Schriften. Nun galt es die Begegnung zu gestalten!

Die Projektleitung
Friederike Hansen – Gesamtleitung
Roberto Pellacini – Choreographie
Karin von Hardenberg – Ausstattung
Uwe Hansen – Technik
Die Projektstudien vor Ort
Das Werk wurde zwischen Oktober 2009 und März 2010 in allen vier Ländern einstudiert.
Ägypten:
Bernhard Sieberer, Musiklehrer in Sekem, arbeitete mit 15 SchülerInnen und
LehrerInnen der Sekem-Schule an den chorischen Teilen der Oper. Eine besondere
Herausforderung lag hier in der Erarbeitung eines musikalischen Werkes der
abendländischen Musikkultur samt Fremdsprache Deutsch.
Georgien:
Friederike Hansen und Roberto Pellacini erarbeiteten mit einer jahrgangsübergreifenden
Gruppe von 14 bis 18-jährigen SchülerInnen der Freien Waldorfschule Tiflis die chorischen Teile der Oper. Auch hier war der Gesang in einer Fremdsprache eine große
Herausforderung, die ausgesprochene Musikalität der Georgier half aber über manche
Hürde hinweg.
Deutschland:
In Hamburg hat Friederike Hansen mit den Solisten Simon Haar (Orpheus), Milena Paul
(Amor) und Magdalena Huhn (Eurydike) - stimmgebildete ehemalige SchülerInnen der
Rudolf Steiner Schule Hamburg-Nienstedten geprobt. Die Inszenierung der Szenen wurde
von einem Schauspieler des Thalia-Theaters Hamburg, Stephan Schad (ehemaliger
Waldorfschüler), in hoher Qualität unterstützt. Karin von Hardenberg hat in vielen
Stunden die Kostüme angefertigt und schließlich drei große Pakete nach Schönau
geschickt.
Österreich:
Im Jänner 2010 wurden die SchülerInnen der 10., 11. und 12. Klasse der Rudolf Steiner
Landschule Schönau in das Projekt eingebunden. Alle 39 SchülerInnen beschäftigen sich
mit den Chorwerken, einige studierten den Tanz der Furien ein und wurden durch
Roberto Pellacini mit eurythmischer Verve in wahre Furien verzaubert.

Die Begegnung aller Interpreten
In der zweiten Märzwoche 2010 war es endlich so weit: TeilnehmerInnen des Projekts
aus allen vier Ländern kamen zu einer gemeinsamen Probe- und Aufführungswoche in
Schönau zusammen:
Georgien / 19 SchülerInnen und 2 LehrerInnen der Waldorfschule Tbilissi
Ägypten / 4 SchülerInnen und 1 Lehrer aus Sekem
Österreich/ 39 SchülerInnen der Rudolf Steiner Landschule Schönau
Deutschland/ 4 ProjektleiterInnen und die SolistInnen der Rudolf Steiner Schule
Hamburg-Nienstedten

In dieser Märzwoche erlebte die Rudolf Steiner Landschule Schönau ganz besondere
Tage der interkulturellen Begegnung vom 7.3.-13.3.10.

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